Auf freiwilliger Basis wurde bereits in den 90er Jahren das Modellprogramm zur VOC-Reduktion der grafischen Industrie in der Region Basel und den Kantonen BS und BL gestartet.

Druckereibetriebe zeichnen sich häufig durch einen hohen Einsatz an Lösemitteln (VOC) bei der Reinigung und im Druckprozess aus. Diese VOC tragen unter anderem zu den hohen Ozonwerten im Sommer bei. Das Lufthygieneamt beider Basel hat deshalb bereits vor einigen Jahren gemeinsam mit Viscom ein freiwilliges Branchenprogramm zur Reduktion der VOC-Emissionen ins Leben gerufen. Dank diesem Instrument konnte in den vergangenen Jahren eine markante VOC-Reduktion bewirkt werden. So wurden die VOC-Emissionen in den Kantonen Basel-Stadt und Basel-Landschaft seit 1996 um ca. 70 % gesenkt.
Zahlreiche Betriebe haben hierfür eine freiwillige Vereinbarung mit dem Lufthygieneamt unterzeichnet. Darin werden verbindliche Reduktionsziele festgelegt, bei deren Erreichen die Firmen auf einer Positivliste geführt werden. Sie dient als Entscheidungskriterium bei der Vergabe von staatlichen Druckaufträgen.
Die Lösemittelemissionen der gesamten Druckereibranche sind von 361 t im Jahre 1995 auf 88 t im Jahre 2008 zurückgegangen. Gleichzeitig hat aber der Anteil der Druckfarben um über 60 % zugenommen, von 596 t auf 973 t. Berücksichtigt man diesen Mehrverbrauch an Farbe, ergibt dies eine beachtliche Senkung der VOC-Emissionen.
Die Ergebnisse wurden in erster Linie im Offsetdruck durch eine Reduzierung des Isopropylalkoholgehaltes im Feuchtwasser und durch den Einsatz weniger flüchtigen Mitteln bei Reinigungsprozessen erreicht.

Einen Eintrag auf der Positivliste erhielten aktuell 34 Firmen.

Dezember 2011, Uli Ohnmacht, 061 552 61 49, ulrich.ohnmacht@bl.ch

 

Projektbeschrieb

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